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Weinende Wolken

Da wir die Tage schon mal beim Thema Wolken waren…

Es gibt natürlich nicht nur die flauschigen Schönwetterwolken, sondern auch die den Himmel bedekenden Regenwolken.

So wie alles im Leben immer mindestens zwei Seiten hat, so natürlich auch die Wolken. In diesem Fall bringen sie keinen angenehmen Schatten, sondern lebenspendenes Wasser, auf staubig gewordene Stellen. Doch so manch müde gewordenes Wesen, versteckt sich derweil scheu davor. So lange, bis es 2000 Stunden geregnet hat und man danach, die aufgefüllten Flüsse wieder ablaufen kann, um das regenscheue Wesen zu suchen, welches nach dem Weinen der Wolken, irgendwo am Flußufer seinen Durst stillen wird.

Die Welt schaut rauf, zu meinem Fenster
Mit müden Augen, ganz staubig und scheu
Ich bin hier oben, auf meiner Wolke
Ich seh‘ dich kommen, aber du gehst vorbei…

Zweitausend Stunden, hab‘ ich gewartet
Ich hab‘ sie alle, gezählt und verflucht
Ich hab‘ getrunken, geraucht und gebetet
Hab‘ dich flußauf- und flußabwärts gesucht…

Mitsingen und schauen ob die Wolken noch weinen oder die 2000 Stunden noch nicht rum sind…

Junimond ein musikalisches Geschenk von Rio Reiser auf das ich erst aufmerksam wurde, nachdem ich damals eine Cover Version dieses Liedes Junimond von der Gruppe Echt hörte.

Sucht euch eins aus und entscheidet selbst, welches Lied die Wolken gefühlvoller weinen lässt.

Dynamitgeco

Gedanken

Gedanken

Der Eine sagt, ihm geht es gut,

dem Anderen, könnt‘ es besser sein.

Doch braucht es schon mal etwas Mut,

um ehrlich zu sich selbst zu sein.

Wenn ich manchmal an dich denke,

meinen Kopf nur mit dir fülle.

Die Gedanken zu dir lenke,

raus aus meiner Körperhülle.

Ganz genau, weiß ich’s jetzt auch nicht,

aber, ich sitz hier und trau mich.

Das Gefühl mal zu beschreiben,

ohne gleich zu übertreiben.

Das was jedem möglich ist,

dem das Herz noch wichtig ist.

Entfernung kann die Bindung schwächen.

Doch kann Entfernung Bindung brechen?

Erlebtes Glück, erlebte Freude,

Erlebte Zweisamkeit, vereint.

Nur ein Gedanke ist es heute,

wird die Erinnerung zum Feind?

Gedankenspiele, Worte, Bilder,

die Szenen laufen einfach ab.

Manchmal langsam, manchmal wilder,

solange, bis ich sie dann kapp‘.

Stille kehrt dann plötzlich ein,

endlich schlafen, kann nicht mehr.

Werde ich jemals bei dir sein?

Manchmal brauch‘ ich dich schon sehr!

 

Schneeweiß

 

Schneeweiß

Mit Kummer bin ich eingeschlafen,
durch mein Handy aufgewacht.
Es war spät, schon Geisterstunde,
kalt war die Dezembernacht.

Durstig und noch leicht benommen,
schlich ich mich zum Kühlschrank hin.
Um den kleinen Durst zu stillen,
gleich leg ich mich wieder hin.

Mit Getränk ging ich zum Fenster,
kurz der Blick, ganz still und leis.
Ein kleines Lächeln ward geboren,
ich sah alles in Schneeweiß.

Keine Worte

Keine Worte

 

Verschlossen

Verschlossen, so wie ich es bin,

verschlossen, nimm es einfach hin.

Verschlossen, wegen dir allein,

verschlossen, wollte ich nie sein.

 

Angst

Angst kommt auf, in meinem Geist,

Angst, kommt auf, ganz still und leis‘.

Angst, die ich sonst leicht ertrug,

Angst, die mich schon oft betrug.

 

Vernarbt

Vernarbt, sind all die Wunden bald,

vernarbt, der Riss, durchs Herz, so zart.

Vernarbt, die Seele, die mal offen,

vernarbt, der Geist, vom Wort getroffen.

 

Die Mauer

Die Mauer, die ich einst mal baute,

die Mauer, über die ich schaute.

Die Mauer, die mich schützen sollte,

Sie verhindert, meine Worte.

 

Ferne

Ferne

Fern, so fern mein Auge reicht,

die Landschaft sich doch immer gleicht.

Fern, so fern das Herz auch ist,

die Liebe, die Du nie vergisst.

 

Fern, so fern von guten Tagen,

Ich möcht‘ sie so gern‘ wieder haben.

Fern, so fern von meinen Zielen,

Nie mehr mit Gefühlen spielen.

 

Fern, so fern der Fröhlichkeit,

Sich zu finden, kostet Zeit.

Fern, so fern, dem Glücksmoment,

Wenn man sich fühlt, ganz ungehemmt.

 

Fern, so fern von großen Gesten,

jeder ist sich selbst am nächsten.

Fern, so fern von dir mein Schatz,

In meinem Herz, ist zu viel Platz.

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