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Ene Besuch im Bad

Nee wat is dat schön..

Neulich Letzte Woche bin ich mal wieder bei uns im Hallenbad gewesen, das erste Mal dieses Jahr und wenn ich ehrlich bin, auch schon seit mindestens ’nem dreiviertel Jahr. Da ich mir für dieses Jahr 2017 vorgenommen habe, mich wieder mehr dem Sport zu widmen, um die Plautze, die sich in den letzten paar Monaten, wie aus dem Nichts wieder zurückmeldete, ein wenig in die Schranken zu weisen. So mußte ich zunächst mal meine Zwölferkarte suchen. „Die muß doch irgendwo herumliegen!“ Kaum hielt ich sie in den Händen, war ich auch gleich erfreut darüber, daß noch 5 Schwimmbadbesuche drauf waren. Nachdem ich mich ja nun langsam wieder an das Laufen gemacht habe, und auch mit dem Rad schon den einen oder anderen Kilometer dieses Jahr zurückgelegt habe, kommt nun noch das Schwimmen dazu. Das sind dann abgesehen vom gelegentlichen Heimtraining mit dem eigenen Körpergewicht und zwei Kurzhanteln, dann insgesamt drei Sportarten, an drei Tagen in der Woche. Das hat 2014 schon gereicht, das wird 2017 auch wieder reichen, um wieder auf ein gesundes Maß zu kommen 😉

Nach der Arbeit gleich zum Auto, um nachzusehen, ob ich die Schwimmbrille auch eingepackt hatte… Prompt vergessen, war ja klar beim ersten Mal. Das blöde daran ist einfach, wenn man die Schwimmbrille nicht dabei hat, kann man in dem gechlorten Wasser auch nicht wirklich gut schwimmen, da man beim Schwimmen immer Wasser in die Augen bekommen kann. Es sei denn man praktiziert das „Damenschwimmen“,. immer schön schauen, daß die Haare nicht ins Wasser kommen und wehe man bekommt mal einen Spritzer vom kraulenden Schwimmer nebenan ab….dann…ja dann 🙂  Also erst ab nach Hause, Schwimmbrille suchen und dann ins Schwimmbad. Zum Glück haben die Donnerstag bis 22:00 Uhr auf. Dort angekommen gab es gleich die nächste Überraschung. Die haben das Zutrittssystem geändert. Meine alte Papkarte, an welcher die einzelnen Besuche immer von der freundlichen Dame am Eingang abgeknippst wurden, wurde gegen eine Plastikkarte im Checkkartenformat ersetzt. Obendrein kommen noch 5€ Pfandgebühr dazu. Hmmm ist das jetzt besser? Wenn ich die alte Karte verloren habe, war lediglich der darauf enthaltene Eintrittswert weg, jetzt verliere ich zusätzlich noch den Pfandwert. Als ob das nicht genug ist, kann ich zu hause auch gar nicht mehr feststellen, ob auf der Karte noch Geld vorhanden ist oder nicht. Ich muß also immer noch zusätzlich Geld dabei haben, falls nichts mehr drauf ist. Kontrolle über mein Guthaben sieht da anders aus. Was ist also der Vorteil der Umstellung? Jetzt weiß ich es, die Karte kann nun auch ins Wasser fallen, ohne daß sie gleich aufweicht. Toll, richtig toll. Und es gibt noch eine Änderung, welche wahrscheinlich auch der Grund dafür ist. Die Schlüsselausgabe erfolgt nun nicht mehr an der Kasse, sondern gegen 2€ Pfand, direkt im Schließfach, was die Kassenfrau zukünftig überflüssig machen könnte, wenn den Arbeitsplatz bald ein Automat übernimmt, für den man dann erst die Handhabung studiert, bevor man Schwimmen gehen kann. Der dann öfters kaputt geht und regelmäßig gewartet werden muß. Wie man es wendet oder dreht, man muß Geld mitnehmen, wenn man ins Schwimmbad fährt. Das war vorher irgendwie besser, oder?

Naja, das erste Training (1000 meter) mit Warmschwimmen (300 meter) verlief dann doch ganz gut und ohne Muskelkater am nächsten Tag. Schön war es auch einen alten Schulkameraden zu treffen, der schon seit geraumer Zeit regelmäßig hier anzutreffen ist und mit dem ich auch an diesem Tag gleich mal ein paar Worte wechseln konnte.

Alles in allem kann man eigentlich schon sagen, daß es mal wieder gut getan hat, ein paar Bahnen zu schwimmen. Man fühlt sich nach so einem Schwimmbadbesuch irgendwie immer gut und natürlich auch hungrig. Das Gute daran ist allerdings, daß es nach dem Schwimmtraining nicht mehr ganz so schlimm ist, wenn man auf dem Heimweg auch mal kurz an der Frittenbude hält. 😉

Und weil es wiedermal su schön wor im Schwimmbad und weil wir Karneval haben, gib et obendrein noh en klenes Liedche dazu. Von mir zum Schwimmbadbesuch etwas umgedichtet versteht sich. Dat Originale kann man sich weiter unten anhören, falls einem die Melodie nicht geläufig sein sollte 🙂

Ene Besuch im Bad, da, da,da, dat
Nä wat is dat schön, nä, wat es dat schön.
Ene Besuch im Bad, da, da,da, dat
Dat es esu schön, dat es wunderschön!

Wenn de rin küss, da siehste all die Schwimmer,
Nä, wat sin die naß, aach, die sin esu naß.
Un die Haube, op ihre Köppe,
Die sin esu schön, die sin unwahrscheinlich schön.

Ene Besuch im Bad, da, da,da, dat
Nä wat is dat schön, nä, wat es dat schön.
Ene Besuch im Bad, da, da,da, dat
Dat es esu schön, dat es wunderschön!

Un janz am Äng, do küss de zu de Türme.
Nä, wat sin die hoch, aach, die sin esu hoch.
De Pänz sieht mer da der janzen Daag römhöppe,
Un bei däne mäht jo jeder, wat e well!

Ene Besuch im Bad, da, da,da, dat
Nä wat is dat schön, nä, wat es dat schön.
Ene Besuch im Bad, da, da,da, dat
Dat es esu schön, dat es wunderschön!

Laufen in Leverkusen

Der Viertelmarathon 10 km Lauf, während des Leverkusener Halbmarathons, war mein erster öffentlicher Laufwettbewerb und das, bei schönstem Sommerwetter. Da ich erst am 17.März 2014 mit dem Laufen begonnen hatte, war der Zeitraum bis Juni 2014 eine gute Gelegenheit mich auf die 10 km Distanz einzuspielen. Ich muß sagen, daß es wirklich nicht so schwer war mit 1-2 mal Training pro Woche als Laufanfänger, in ca. 3 Monaten, auf eine relativ gute Zeit zu kommen. Schon beim ersten Training im März, schaffte ich 5,8 km in 39 Minuten, ohne dabei Seitenstiche oder sonstwas zu bekommen. Das brachte mir die nötige Motivation, mich von der Anfangs ins Auge gefassten 5 km Strecke, für die 10 km Strecke zu entscheiden. Mit etwas Training wird das schon, dachte ich mir.
9 mal war ich laufen im März und lag ende März bei einem Pace von 6:23 min/km, was einer durchschnittlichen Geschwindigkeit von 9,4 km/h entspricht, bei einer Strecke von 10 km. 10 mal schaffte ich es dann im April laufen zu gehen. Meistens waren es Strecken um die 5 km mit einem Pace von 5:54 min/km (10,2 km/h).
Ich wechselte dann mitte April meine Laufschuhe und stieg auf Barfußschuhe um. Ich entschied mich für das Modell VIBRAM® FiveFingers® KSO EVO in schwarz/blau. Dies brachte mir einen kleinen Neuanfang beim Training, da ich wieder bei kleinen Strecken beginnen und mich bis zu den 10 km erst wieder hin trainieren mußte.

Im Mai stand dann ein langer Urlaub in Thailand und Kambodscha an und ich schaffte es, bei den in Südostasien ortsüblichen Temperaturen von ca. 35°C um diese Jahreszeit, nur 3 mal zu laufen. Dafür waren dann aber die Laufstrecken sehr schön. 11,7 km mit durchschnittlich 6,3 km/h. Das kann man schon fast Gehen nennen. 4 mal Laufen dann noch im Juni vor dem Leverkusener 10er am 15.06.2014. Ich hatte mir vorgenommen die 10 km unter 1 Stunde zu laufen. Das sollte klappen. Die Strecke war flach zum Rhein runter, entlang der Dhünn auch keine außergewöhnlichen Anstiege und der kleine Sauerberg zum Sportplatz Birkenberg hoch, gegen Ende hin in Opladen, sollte dann auch kein Problem für mich darstellen. Die Organisation bei diesem Ereignis war wirklich gut. man konnte seine Tasche nach dem Umziehen an der Kurt-Rieß Anlage abgeben und konnte sie sich in Opladen, am Lukas-Gymnasium wieder abholen. Zudem gab es von Opladen einen Shuttleservice, der einen nach dem lauf, wieder zurück unter die Stelzenbrücke brachte. Die Zeitmessung wurde per Chip in der Startnummer realisiert, es gab zu hauf Streckenposten und mehr Getränke als man trinken möchte, es gab eine nette Medaille für alle Zieleinläufer und ne Urkunde zum selbst ausdrucken. Obwohl ich zuvor nie während des Trainings trank, nahm ich 2 mal einen Becher mit. Dabei stellte ich fest, daß es gar nicht so einfach ist während des Laufens, Flüssigkeit zu sich zu nehmen. Der erste Becher Wasser zu Beginn war in Ordnung, doch den zweiten Becher kurz vor Ende hätte ich mir sparen sollen. Ich glaube es war ein Instant Zitronenteegetränk, welches mir nicht gut schmeckte. Wenn ich die Strecke zuvor schon mal gelaufen wäre, hätte ich wahrscheinlich schon etwas früher mit dem Endspurt begonnen. So richtig Gas gegeben habe ich dann eigentlich erst kurz vor dem Zieleinlauf auf der Kölner Straße.
Zum Schluß habe ich meine persönliche Bestzeit auf der 10 km Distanz dann aber doch aufstellen können und erreichte das Ziel unter einer Stunde mit meinen Barfußschuhen.

Neue Brücken braucht das Land

Die Leverkusener Rheinbrücke, über welche die Bundesautobahn A1 führt, ist beschädigt und muß erneuert werden.

Was soll nun da entstehen, wo bislang hauptsächlich der Fernverkehr und nicht etwa der Regionalverkehr drüber geleitet wurde? Eine neue Rheinbrücke, die noch breiter ist? Mit gar 12 Fahrspuren? Dazu die A1 vor und hinter der Brücke noch ein paar meter breiter machen, um noch größere Schneisen durch die Stadt und in die Landschaft zu ziehen? Das hört sich nach wirklich tollen und wohlüberlegten Aussichten für die Menschen in Leverkusen an! Die Bürger der Stadt werden von einer breiteren Autobahn womöglich noch gestresster sein, aber hauptsache der Fernverkehr kann, am besten noch ohne viel Geld in den lästigen und teuren Lärmschutz zu investieren, ungehindert durch die Stadt donnern und wir können die Abgase der vorbeifahrenden LKW einatmen. Wenn wenigsten die Antriebstechnik der vielen Fahrzeuge in Deutschland endlich Fortschritte zu einer umweltfreundlicheren Lösung zeigen würde… aber das ist ein anderes Thema.

Ich muß sagen, daß mich persönlich eine Tunnellösung am meisten gefreut hätte. Dazu jedoch eine kleine Brücke (Vielleicht sogar an der Stelle wo jetzt die Rheinbrücke ist) die Leverkusen und Köln verbindet. Vor allem für die Radfahrer und Fußgänger wäre das eine gute Lösung. Zudem kommt noch Folgendes: Eine kleine private Umfrage, welche sich über einen gewissen Zeitraum und mehrere verschiedene Kreise erstreckte ergab, daß so gut wie jeder mindestens einen, wenn nicht sogar mehr Menschen kennt, die ein Auto haben, es sogar täglich benutzen, jedoch Angst davor haben über die Autobahn zu fahren. Diesen Aspekt möchte ich ganz gerne mal hier in dem Text festgehalten wissen um darauf hinzuweisen, daß eine Straße, so breit sie auch sein mag, noch lange nicht jedem etwas nützt. Eine Tunnellösung + Brücke ist zwar eine sehr kostspielige Sache, würde aber gleichwohl die besten Auswirkungen auf Land und Leute haben. Den größten Nachteil für die Verkehrsteilnehmer sehe ich jedoch gleichzeitig auch in der Tunnellösung. So ist es glaube ich, jedem Autofahrer ein Graus, wenn es sich dann doch mal stauen sollte, und er in einem Tunnel steht.

Eine weitere Möglichkeit die A1 über den Rhein zu führen und dabei wesentlich mehr Menschen über den Rhein zu leiten als es jetzt der Fall ist, wäre eine doppelstöckige Autobahn. Die Idee ist gar nicht so weit her geholt, denn vor gut 12 Jahren, sah ich solch ein Bauwerk zum ersten mal in Bangkok (Thailand). Wenn mich nicht alles täuscht, wurde die dopplestöckige Autobahn, welche damals noch nicht ganz fertiggestellt war, sogar von einer deutschen Firma gebaut. Sie sollte die darunter ligende Autobahn auf dem Stück Bangkok-Pattaya entlasten. Der Clue an der Geschichte ist der, daß der untere Teil der Autobahn frei befahrbar war, die Benutzung der oberen Strecke jedoch Geld gekostet hat. Das mag sich vielleicht im ersten Moment wie eine 2 Klassen Autobahn anhören, soweit ich weiß wurde der Bau des oberen Abschnittes jedoch so lediglich finanziert und sollte, so dann er abbezahlt ist, für alle PKW Fahrer sowie KRAD frei gegeben werden. LKW waren aus Sicherheitsgründen, nicht für die obere Fahrbahn zugelassen.
Es kostete zwar ein paar Baht, doch man konnte oben wenigstens zügig und ohne Stau von A nach B gelangen, was sich bei wichtigen Terminen durchaus lohnen kann. Diese doppelstöckige Autobahn könnte z.B. Unten den Regionalverkehr (Auch ÖPNV per Bus) sowie Fußgänger und Radfahrer entlangführen und oben die Autobahn. denkbar wäre natürlich auch ein Schienengebundenes System unten. Schon vor dem Ausbaubeginn des Kölner Autobahnrings,  kam ich mit einem der Unterschriftensammler für den Ausbau des Rings in ein Gespräch über diese Art der Verkehrsführung.  Damals schien die Zeit noch nicht reif dafür zu sein, neue Wege zu gehen.

Kommen wir nun zu einem Vorschlag der ÖDP.  Hier wurde vorgeschlagen Gleise über den Rhein zu ziehen und die KVB Linie 12 von Köln bis nach Leverkusen /Wiesdorf zu verlängern. Ich bin nun kein Nostalgiker, der diese konventionelle Art des Reisens unbedingt mag. Ich finde jedoch den Aspekt, eine öffentliche Nahverkehrsverbindung zu schaffen, gar nicht so schlecht. Schienengebundenen öffentlichen Nahverkehr jedoch, sehe ich nicht unbedingt als das richtige Mittel an. Nachdem dieser Vorschlag gemacht wurde, bekam ich auch schnell die Information, daß es schon mal eine ÖPNV Verbindung über die Rheinbrücke gegeben habe. Ich recherchierte einwenig und es stellte sich heraus, daß es tatsächlich mal eine temporäre Sonderlinie zur damaligen Landesgartenschau 2005 in Leverkusen gab. Diese Verbindung war allerdings tatsächlich lediglich eine Verbindung, welche die Menschen von der linken Rheinseite zur LaGa und zurück kutschieren sollte. Nicht mehr und nicht weniger. Daß eine solche Linie nicht unbedingt den Anreiz schafft, daß die Bürger sie auch stark nutzen, ergibt sich aus den angefahrenen Haltestellen, dem sonder Preis, sowie den Zyklen pro Stunde. Zudem stellt sich die Frage, warum der Steuerzahler die Kölner Verkehrsbetriebe bei solch einem unterfangen unterstützen sollte. Wenn die KVB ein interesse daran hätte, wäre eine solche Verbindung zumindest schon mal im Gespräch gewesen? Mal ganz davon abgesehen, daß Schienengebunden Fahrzeuge nicht gerade einfühlsam mit dem umgehen, der mal einen Fehler im Straßenverkehr macht. Ich möchte nicht mit der Kölner Bimmelbahn kollidieren sei es nun als Fußgänger, Radfahrer, Motorradfahrer oder Autofahrer. Zudem kommt die Gefahr der Gleise an sich. Ich kann mir vorstellen, daß gerade Zweiradfahrer, in der Straße verlegte Gleise lieben müssen. Denn Gleise sind nicht nicht nur bei Regen eine Gefahr, nein auch wenn es trocken ist, sollte man den Winkel tunlichst gut berücksichtigen, bevor man sein Zweirad über Selbige rollen lässt. Vielleicht sollte man eine ÖPNV Verbindung mal über einen gewissen Zeitraum testen, um zu sehen, wie viele Menschen eine Verbindung von Leverkusen über Merkenich nach Köln-Innenstadt überhaupt nutzen würden. Es gibt ja bereits einige Möglichkeiten per Schienenverbindung und auch mit dem Bus von Leverkusen nach Köln zu kommen.

Wie dem auch sei, es sollten zumindest alle möglichen Lösungen durchgedacht werden, um dann die Beste davon auszuwählen.

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