Archiv der Kategorie: Geschichte

Gestern war heute noch morgen

Darf ich vorstellen: Heute war gestern noch morgen oder anders gesagt, es ist schon wieder 3:39 Uhr in der Nacht. Immer diese schlaflosen Nächte. Wenn die Gedanken, die vielen neuen oder auch alten Informationen noch verarbeiten wollen, die man im Laufe des Tages aufgenommen oder aufgegriffen hat. Aus Neugier und Wissensdurst. Aus Unvernunft und Langeweile. Aus welchem Grund auch immer. Auf jeden Fall hat es mal wieder ausgereicht, daß ich seit Stunden hellwach im Bett liege. Und weil mich die guten alten Lieder aus besseren Tagen, bereits in den besseren Tagen wieder auf die Beine gestellt haben und es ja immer irgendwie weitergeht, ist mir dieses Lied durch den Kopf gegangen.

Es handelt von Abschied und Anfang. Von den Erklärungen die man gerne hätte, aber von denen man nun absieht. Von den Dingen, denen man sich mit seiner scheinbar unendlichen Energie, in seiner Unvernunft und Leidenschaft hingegeben hat. Als immer nur der Moment zählte und man von Tag zu Tag, ja manchmal sogar nur von Stunde zu Stunde lebte und dieser Moment einem, wie im Rausch das gegeben hat, was man unbedingt und dringend brauchte. Doch diese Dinge existieren nicht. Sie sind ein Gefühl. Eine Emotion. Eine Erinnerung. Die vielleicht ewig bleibt. Das kann Angst machen. Vor allem, wenn sich die Leere immer wieder mit Erinnerung füllt.

Doch dieses Lied gibt auch Hoffnung. Angst und Schmerz kann durch das Vergessen vergehen und es bleiben am Ende nur noch ein paar Narben. Diese zu lesen und zu verstehen ist wohl die größte Herausforderung für den, der verstehen möchte. Sei es aus Neugier, aus Furchtlosigkeit, aus Hilfsbereitschaft, aus Freundschaft oder vielleicht sogar aus Liebe. Narben erzählen schmerzhafte Geschichten. Narben, die man nicht sieht, erzählen traurige und schmerzhafte Geschichten, die meistens hoffnungsvoll begonnen.

Jeder Tag kann also auch ein neuer Anfang werden, wenn die bittere Vergangenheit besiegt wurde und sich der Blick nach vorne richten kann, jedoch nie zurück, denn das Glück liegt meistens im gelebten Augenblick.

Dynamitgeco

Böhse Onkelz – Gestern war heute noch morgen

Ich suche nach den Dingen
Die nicht existier’n
Ich höre dahin wo nichts ist
Ich will gewinnen – nicht verlier’n
Ich glaub‘ an das, was ich nicht weiß
An den Moment, den freien Flug
Es darf ruhig ein bißchen mehr sein
Denn zuviel ist nicht genug

Nur der Moment zählt, der Augenblick
Sieh‘ nach vorne, nie zurück

Ein neuer Tag, neues Glück
Sieh‘ nach vorne, nie zurück
Denn gestern war heute noch morgen
Ein neuer Tag, neues Glück
Was zählt ist nur der Augenblick
Denn gestern war heute noch morgen

Ich habe keine Angst mehr
Ich kenne keinen Schmerz
Ich trag‘ den Mantel des Vergessens
Narben auf dem Herz

Leere füllt sich mit Erinnerung
Ich frage Dich nicht mehr wieso warum

Ein neuer Tag, neues Glück
Sieh‘ nach vorne, nie zurück
Denn gestern war heute noch morgen
Ein neuer Tag, neues Glück
Was zählt ist nur der Augenblick
Denn gestern war heute noch morgen

Nur der Moment zählt, der Augenblick
Sieh nach vorne, nie zurück

Ein neuer Tag, neues Glück
Sieh‘ nach vorne, nie zurück
Denn gestern war heute noch morgen
Ein neuer Tag, neues Glück
Was zählt ist nur der Augenblick
Denn gestern war heute noch morgen

PS: Okay, es ist jetzt schon 4:40 Uhr!!! Erstamal abspeichern 😉

Deutschlandtreffen der Schlesier

Heute am 26.06.2021 fand das erste digitale Deutschlandtreffen der Schlesier unter dem Motto „Schlesien verbindet“ statt. Es gab ein paar schöne Ansätze, neuen Generationen die Geschichte der deutschen Ostgebiete, zu denen Preußen, Pommern und selbsverständlich auch Schlesien zählt, zukünftig auch in der Schule gewissenhafter, detaillierter und auch umfassender näher zu bringen, als es bis dato der Fall ist. Dies ist wahrlich einer der besten Ideen, die ich am heutigen digitalen Schlesiertreffen vernommen habe. Die Menschen sind viel zu unaufgeklärt, was dieses Thema angeht und wissen oftmals gar nicht, daß die Königsberger Klopse und der bekannte deutsche Philosoph der Aufklärung Immanuel Kant aus der Stadt Königsberg in Ostpreußen kommen, die bis zum heutigen Tag unter russischer Verwaltung steht und von den Sowjets zu allem Überfluß auch noch noch umbenannt wurde. Ähnlich verhält es sich mit vielen anderen deutschen Städten, wie Breslau, der freien Stadt Danzig, Oppeln, Liegnitz, Allenstein, Kolberg, Posen, Kattowitz, Brieg, Beuthen, Ratibor, Stolp, Köslin, Elbing, Thorn, Bromberg oder auch Tilsit, die man genau wie die Schneekoppe im böhmischen Riesengebirge (das ist da, wo der Rübezahl seit 999 Jahren wohnt), nur noch als Markennamen aus dem Supermarkt kennt, wo es den Tilsiter Schnittkäse zu kaufen gibt. Wer genau hinschaut, der sieht, daß selbst das vermeindlich polnische Bier in wirklichkeit oftmals ein deutsches Bier ist, welches beschlagnahmt und umbenannt wurde. Als Beispiel führe ich hier mal das Tichauer Bier (Tyskie) an, welches aus der schlesischen Stadt Tichau kommt und in der fürstlichen tichauer Brauerei hergstellt wird. Dieses Bier ist im übrigen mittlerweile zu einem japanisches Bier mutiert, da es zum japanischen Konzern Asahi gehört. Ich denke das sollte man als Biertrinker wissen 😉

Das digitale Deutschlandtreffen der Schlesier ermöglicht nun auch den Menschen, welchen die Fahrt nach Hannover zu mühsam war, an den Kundgebungen teilzunehmen. Die gesellschaftlich-soziale Komponente wird zwar in Mitleidenschaft gezogen, aber die Aussagen können so eventuell mehr Menschen zugänglich gemacht werden, da die Informationen weltweit verfügbar sind, solange nicht irgendein autoritäres Regime Diese zensiert.

Wer sich weiter engagieren möchte, kann sich auf der Seite der Landsmannschaft Schlesien umschauen. Die Schlesische Nachrichten kommt auch einmal monatlich zu euch nach Hause, gegen den Einwurf kleiner Münzen. 😉

Herz Duo und Gesangverein Waldkirch – Mein Schlesierland

Gute Unterhaltung wünscht

Dynamitgeco

Das Jahr ist halb vergangen

Das Jahr ist halb vergangen. Es ist Sommersonnenwende. Dazu gibt es heute ein Lied aus dem schönen Pommern, das mit seinen Städten und Ostseebädern Ahlbeck, Stralsund, Stolp, Stolpmünde, Stettin, Stargard in Pommern, Kolberg, Köslin, Cammin in Pommern, Heiligendamm und Greifswald, um nur ein paar zu nennen, schon vor hunderten von Jahren, die Kornkammer Deutschlands darstellte und gerne für einen Erholungsurlaub in Frage kam.


Das Jahr ist halb vergangen,
der Bauer mäht das Korn.
So Manche hat zur Sommerzeit
ihr Herz verlor’n.
Das Meer trägt viele Schiffe,
die fahren bald vorbei.
Für Einen, der bald kommen mag,
halt ich mein Herze frei.

Wer mehr über die Geschichte in Pommern erfahren oder sich engagieren möchte, kann z.B. mit der Landsmannschaft Pommern kontakt aufnehmen. In der Preußischen Allgemeinen Zeitung erscheint seit Juni 2018 zudem die Pommersche Zeitung als wöchentliche Beilage.

Eine geschichtsträchtige Sommersonnenwende wünscht

Dynamitgeco

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