Nächster Lauf Biggesee

Neulich hatte ich das Vergnügen, nur eine Woche nach meinem ersten Lauf in Leverkusen, am 21.Juni 2014 den Geburtstag eines langjährigen Freundes am Biggesee feiern zu können. Wie es der Zufall so wollte, fand am selben Tag der 4. Biggesee Marathon direkt nebenan statt. Da wir in den Geburtstag rein feierten, wusste ich am Abend zuvor allerdings nicht, ob ich bei dem parallel stattfindenden Viertelmarathon, über 10,6 km mitlaufen würde.
Die Nacht war lang und es wurde natürlich auch feuchtfröhlich gefeiert. Doch die frische Luft am Zeltplatz, der ausgiebige Schlaf, ein kleines Obstfrühstück und das kurze Tabata Training am nächsten Tag, machten mich Fit genug, um mich der Entscheidung hinzugeben, mich doch noch kurzentschlossen für den Lauf Anzumelden.
Ein Blick auf das Streckenprofil, ein kurzes „huch, das geht aber ganz schön bergauf“ und los ging es.
Für 5€ kaufte ich mir also ein Funktionsshirt vom letzten Jahr und schrieb mich für 13 € (inkl. Nachmeldegebühr) für den Viertelmarathon ein.
Um 15:00 Uhr ging es los. Natürlich in meinen Brfußschuhen, die ich vorsichtshalber mal mitgenommen hatte, da ich eh vor hatte hier in der schönen Kulisse des Biggesees ne kleine Trainingsrunde zu drehen.
Der erste Anstieg war für einen Flachlandläufer wie mich, der absolute Killer. Schon nach nur wenigen hundert metern war nicht mehr viel mit laufen. Der Anstig war so anstrengend für mich, daß ich immer mal wieder Gehen musste. Oben angekommen ging es dann jedoch munter weiter. Eine nette Überraschung war es, als plötzlich ein Dudelsack erklang. Und da konnte ich ihn auch schon sehen. Wenn ich mich nicht täusche, stand der Mann mit seinem Instrument ungefähr auf dem Gipfel des Berges, den wir gerade mühsam erklommen hatten, auf einer Lichtung am Ende des Weges mitten im Nadelwald. Das war unerwartet aufheiternd, obwohl ich wie meistens beim Laufen, Musik auf den Ohren hatte.
Danach ging es leicht bergab und ich wusste in dem Moment nicht was besser ist. Runter oder hochzulaufen. Das Problem ist, das man ja schneller wird, wenn es runter geht, doch mit Barfußschuhen muß man halt immer schauen, wo man hintrit. Ich musste also vorsichtig laufen, um nicht zu sagen abzubremsen. Auch das Bergablaufen geht ganz schön auf die Knochen.
Irgendwann bei km 6 oder 7 passierte es dann. Ich trat auf einen relativ großen und spitzen Stein, mit der Ferse auf. Aua, das tat weh! Die Steine auf manchen Teilstücken waren von Fahrzeugen über Jahre hinweg so stark in den Waldboden gedrückt worden, daß sie praktisch wie eingeklebt im Boden hafteten. Ein echt mieser Untergrund für Barfußschuhe. Ich wurde also noch etwas vorsichtiger bei auftreten. Und dann ein zweiter spitzer Stein und die gleiche Stelle. So ein verdammter Mist. Meine Ferse tat jetzt richtig weh. Durchhalten! Der Weg wird bestimmt gleich besser. Und er wurde besser. Doch die Schmerzen in der ferse blieben. Dann sah ich eine Frau, die von einer anderen Richtung auf meinen Weg lief. Eine Marathon Teilnehmerrin. Die waren schon vorher losgelaufen und auf der Strecke gab es Überschneidungen. Sie lief mein Tempo und wir unterhielten uns kurz, bis sie die nächste Abbiegung nehmen musste.
Was war ich froh, als ich das Schild sah auf dem Stand „Noch 500 m“ 🙂 Die letzten Energiereserven mobilisiert, den Schmerz unterdrückt und Endspurt.
Beim Zieleinlauf war ich mindestens doppelt so froh, wie in Leverkusen eine Woche vorher. Die Strecke war wesentlich anspruchsvoller und auch ein kleinwenig länger. Geschafft! 1 Stunde und 6 Minuten. Das war Ok für mich. Schnell zum Getränkestand und etwas Obst. Es ist unglaublich wie gut das nach so einem Lauf tut. Eine kleine Medaille gab es auch noch, genau wie die Urkunde zum Selbstausdruck im Netz.
Mein Fazit: Man kann auch so einen Trail mit Barfußschuhen laufen. Aber man muß sich viel stärker als üblich auf das Gelände konzentrieren.

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Über dynamitgeco

https://www.youtube.com/user/Dynamitgeco

Veröffentlicht am 21. Juni 2014 in Sport und mit , , , getaggt. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink. Hinterlasse einen Kommentar.

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